Warum Six Sigma heute relevanter ist denn je
Ob Produktionsbetrieb, Verwaltung, Krankenhaus oder IT-Abteilung – viele Organisationen stehen vor ähnlichen Herausforderungen: steigende Komplexität, hoher Kostendruck, wachsende Qualitätsanforderungen und immer weniger Spielraum für Fehler. Gleichzeitig sollen Prozesse schneller, stabiler und kundenorientierter werden. Genau hier setzt Six Sigma an. Die Methode hilft dabei, Prozesse systematisch zu analysieren, Fehlerursachen zu identifizieren und Verbesserungen im Arbeitsalltag zu verankern – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße. Die Six Sigma Methode ist ein strukturierter Ansatz zur Prozessverbesserung mit dem Ziel, Fehler zu reduzieren und Qualität messbar zu steigern. Ursprünglich aus der Industrie kommend, wird sie heute erfolgreich in Dienstleistungen, Verwaltung, Gesundheitswesen und IT eingesetzt. Kern von Six Sigma ist der sogenannte DMAIC-Zyklus:Six Sigma arbeitet mit klar definierten Rollen, den sogenannten Six Sigma Belts. Sie beschreiben Qualifikationsstufen und Verantwortlichkeiten – von der Mitarbeit im Projekt bis zur Leitung komplexer Verbesserungsinitiativen. Das sorgt für klare Zuständigkeiten und ein gemeinsames Methodenverständnis im Unternehmen.
Was Six Sigma dabei besonders macht:
Es geht nicht um punktuelle Optimierungen oder einzelne Werkzeuge, sondern um einen durchgängigen, datenbasierten Verbesserungsansatz, der Struktur in komplexe Problemstellungen bringt. Was ist Six Sigma?
- Define: Problem, Ziel und Kundenerwartungen klar definieren
- Measure: Prozessleistung mit Daten messbar machen
- Analyze: Ursachen für Abweichungen und Fehler identifizieren
- Improve: Lösungen entwickeln und umsetzen
- Control: Verbesserungen standardisieren und absichern
Rollen und Qualifikationen: die Six Sigma Belts

Praxisbeispiele: Six Sigma branchenübergreifend gedacht
Industrie & Produktion
Dienstleistung & Verwaltung
Gesundheitswesen
IT & Wissensarbeit
Übertragbarkeit: Was Leser:innen konkret mitnehmen können
- Probleme sauber definieren, statt vorschnell Lösungen umzusetzen
- Entscheidungen auf Daten statt auf Bauchgefühl stützen
- Ursachen von Symptomen unterscheiden
- Verbesserungen konsequent standardisieren
Fazit & Motivation: Struktur schlägt Aktionismus
Die zentrale Botschaft:
Nicht einzelne Tools machen den Unterschied, sondern strukturiertes Denken, saubere Daten und konsequentes Vorgehen. Wer beginnt, Probleme systematisch anzugehen, wird schnell feststellen: Gute Prozesse entstehen nicht durch Aktionismus, sondern durch Klarheit, Disziplin und kontinuierliches Lernen. Genau dazu lädt Six Sigma ein.Mathias Fürst
Leiter Entwicklung und Training Auf zahlreiche Stationen und Führungstätigkeiten in Automotive, Pharma und Lotistik blickend ist Mathias Fürst seit 2023 bei Q-LEARNING angekommen. Seine herausragende Methodenexpertise nebst didaktischer Erfahrung bilden die Basis für die Konzeption und (Weiter-)Entwicklung der Q-LEARNING Trainings. Darüber hinaus begleitet er Teilnehmende in den Kursen und begleitet als Coach und Sparringspartner Unternehmen und Menschen in Veränderungsprozessen.