3 Denkfehler über Qualität, die Ihr Unternehmen heimlich Geld kosten
Der hohe Preis der Mittelmäßigkeit
1. Der Paradigmenwechsel: Bessere Qualität bedeutet niedrigere Kosten
2. Die Spitze des Eisbergs: Die versteckten Kosten der Fehler
Interne Fehlerkosten:
Kosten, die entstehen, bevor ein Produkt den Kunden erreicht. Beispiele sind Ausschuss, Nachbesserungen, Produktionskosten für fehlerhafte Teile und überschüssige Lagerbestände. Externe Fehlerkosten:
Kosten, die anfallen, nachdem ein fehlerhaftes Produkt den Kunden erreicht hat. Dazu gehören Garantiefälle, Kulanzkosten, die Bearbeitung von Reklamationen und der immense Schaden durch Imageverlust. Kosten der Qualitätsbewertung:
Alle Aufwendungen für Prüfungen und Inspektionen. Beispiele sind Inspektionskosten, die Abschreibung und der Betrieb von Test-/Prüfausrüstung sowie Material, das bei Prüfungen verbraucht wird. Kosten der Fehlervermeidung:
Proaktive Investitionen, um Fehler von vornherein zu vermeiden. Dazu zählen Prozessverbesserungen, Mitarbeiterschulungen oder die vorbeugende Wartung von Produktionsausrüstungen. Diese Kosten erodieren die Profitabilität eines Unternehmens auf fundamentale Weise, indem sie die einfache Gewinnformel von zwei Seiten angreifen: Gewinn = Umsatz - Kosten. Interne Fehlerkosten wie Nacharbeit führen zu „zusätzlicher Auslastung“ und blähen so direkt die Kosten auf. Externe Fehlerkosten können durch „Preisabschläge und Absatzverluste“ den Umsatz schmälern und gleichzeitig die Kosten durch Garantieleistungen erhöhen. Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, diese Kosten vollständig zu erfassen. Das bedeutet, dass das tatsächliche Einsparpotenzial, das in der Verbesserung der Qualität liegt, oft weit unterschätzt wird. Die Kernbotschaft ist einfach, aber wirkungsvoll: Kosten schlechter Qualität entstehen dann, wenn beim ersten Versuch nicht zu hundert Prozent fehlerfreie Wertschöpfung erzeugt wurde. Der scheinbar abgenutzte Slogan „Die Dinge beim ersten Mal richtig machen“ ist keine leere Floskel. Er beschreibt eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, die eine direkte und messbare Auswirkung auf den Unternehmenserfolg hat. 3. 'Weiche' Einsparungen sind wertvoller, als Sie denken
- Hard Savings sind direkt messbare Kosteneinsparungen, die sich unmittelbar in der Bilanz niederschlagen. Ein Beispiel wäre reduzierter Materialeinsatz, weil die Ausschussquote gesenkt wurde.
- Soft Savings sind Verbesserungen, die nicht sofort monetär wirksam werden. Ein typisches Beispiel ist die freigewordene Zeit von Mitarbeitern, die sich nicht mehr mit der Bearbeitung von Fehlern beschäftigen müssen.
Fazit:
Cindy Heinzemann
Training, Coaching, KursentwicklungDank ihrer langjährigen und umfassenden Erfahrung in der Leitung von LEAN- und SIX SIGMA-Projekten sowie im Coaching begleitet Cindy Heinzemann unsere Teilnehmenden zielgerichtet durch die Kurse. Mit ihrem fundierten Fachwissen und ihrer positiven Art versteht sie es, theoretische Inhalte mit praxisnahen Erfahrungsberichten zu verbinden und dadurch den Lernerfolg zu gewährleisten. Als zertifizierte Nachhaltigkeitsmanagerin (TÜV) liegt es ihr sehr am Herzen, die Zukunftsfähigkeit für Neuentwicklungen oder Verbesserungen von Produkten und/oder Prozessen als Selbstverständlichkeit zu berücksichtigen und somit nachhaltige Lösungen zu gewährleisten.